Five-year changes in Swiss mire vegetationVeränderung der Schweizer Moorvegetation innerhalb von fünf Jahren


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Abstract

To assess whether short-term changes in mire vegetation can be detected using the phytosociological approach, paired vegetation relevés from two surveys of 112 mire sites of Switzerland were assigned to phytosociological alliances through a numerical approach. About 30% of the plots were assigned to different alliances in the two surveys. These transitions were analysed based on species frequencies and interpreted ecologically using Landolt's indicator values. Transitions between different alliances were more frequently related to the appearance of new species rather than to the disappearance of species. Transitions from and to peat bog communities were frequent. Many plots with fen vegetation were transformed into other wetland types. Fen-grassland increased in abundance, mainly at the cost of small-sedge fens. To re-establish the function of the Swiss mires as peat producers, we recommend to raise the mean summer water table to a maximum depth of 10 cm.ZusammenfassungUm zu klären, ob kurzzeitige Vegetationsänderungen in den Mooren mit pflanzensoziologischen Analysen erfasst werden können, wurden gepaarte Vegetationsaufnahmen aus zwei Erhebungen mit einem numerischen Verfahren den pflanzensoziologischen Verbänden zugewiesen. Es wurden Flächen in 112 Moore untersucht. Etwa 30% der Flächen wurden in den beiden Erhebungen verschiedenen Verbänden zugewiesen. Veränderte Zuweisungen bei Erst- und Zweiterhebung wurden hinsichtlich veränderter Artfrequenzen untersucht und anhand von Zeigerwertanalysen ökologisch interpretiert. Die unterschiedlichen Klassierungen sind eher mit einwandernden Arten verbunden als mit verschwindenden Arten. Übergänge von und zu Hochmoor-Gesellschaften sind häufig. Die häufigsten Veränderungen sind Flachmoorgesellschaften, die sich zu anderen Feuchtgebietstypen umwandelten. Nasswiesen nahmen hauptsächlich zu Lasten von Kleinseggenrieden zu. Um die Funktion der Schweizer Moore als Torfproduzenten wieder herzustellen, empfehlen wir, den mittleren Grundwasserpegel im Sommer auf eine maximale Tiefe von 10 cm anzuheben.

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