Exzidieren oder nicht: Auswirkung von MelaFind auf Biopsie-Entscheidungen atypischer Läsionen bei deutschen Dermatologen

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Abstract

Zielsetzung

Die Biopsie-Sensitivität unter Dermatologen in Deutschland gegenüber Melanomen zu bestimmen und zu ermitteln, welchen Einfluss MelaFind® auf ihre Entscheidung hat, Melanome zu biopsieren.

Studiendesign

Randomisierte, zweiarmige Online-Leserstudie mit Präsentation von Fallinformationen, klinischen/dermatoskopischen Abbildungen pigmentierter Hautläsionen und MelaFind-Ergebnissen (Studienarm 2).

Methoden

Jeder Teilnehmer wurde aufgefordert, 130 pigmentierte Hautläsionen zu überprüfen. Die Biopsie-Entscheidungen von Dermatologen ohne MelaFind versus MelaFind und von Dermatologen ohne MelaFind versus Dermatologen mit MelaFind wurden miteinander verglichen.

Ergebnisse

Dermatologen ohne MelaFind zeigten eine durchschnittliche Sensitivität gegenüber Melanomen von 69,5 % und eine durchschnittliche Spezifität von 55,9 %. MelaFind hatte eine höhere Sensitivität als Dermatologen ohne dieses Hilfsmittel (96,9 % vs. 69,5 %, einseitiger Test, p < 0,00001) bei niedrigerer Spezifität (9,2 % vs. 55,9 %, einseitiger Test, p < 0,00001). Dermatologen mit MelaFind zeigten eine höhere Sensitivität als Dermatologen ohne MelaFind (78 % vs. 69,5 %, einseitiger Test, p < 0,00001) und eine geringere Spezifität (45,8 % vs. 55,9 %, einseitiger p < 0,00001). Die Zahl der Dermatologen, die über 90 % der malignen Melanome entdeckten, stieg von 3 von 101 ohne MelaFind auf 22 von 101 mit MelaFind (p = 0,00006) bei weitestgehend unveränderter Spezifität (23 % vs. 21 %, p = 0,99).

Schlussfolgerungen

Die durch MelaFind gewonnenen Informationen können, wenn sie in die Biopsie-Entscheidung mit einbezogen werden, die Sensitivität verbessern bei nur geringer Beeinflussung der Spezifität.

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