Evaluation von Laborparametern für das Monitoring bei erythrodermischen kutanen T-Zell-Lymphomen

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Abstract

Hintergrund und Ziel der Studie:

Erythrodermische kutane T-Zell-Lymphome stellen als aggressive Erkrankungen besondere diagnostische und therapeutische Herausforderungen dar. Eine Reihe von Markern für die Diagnose und Verlaufskontrolle sind bereits vorgeschlagen worden, unter anderem eine fehlende CD26-Expression peripherer CD4+-T-Zellen.

Hintergrund und Ziel der Studie:

Unser Ziel war es, zu testen, ob die CD4+-T-Zell-zahl und die Fraktion CD26- oder CD7-negativer CD4+-T-Zellen im Krankheitsverlauf geeignet sind, das therapeutische Ergebnis und die Progression der Erkrankung in Relation zu auftretenden Hautsymptomen vorauszusagen.

Patienten und Methodik:

Retrospektive Kohortenstudie an einem Krankenhaus der Maximalversorgung; die statistische Analyse erfolgte mittels linearer Regressionsanalyse und einem Log-Rank-Test.

Ergebnis:

Bei fünf Patienten sprachen die Hautsymptome auf die Therapie an, bei neun Patienten die Laborparameter. Bei Patienten mit einem kutanen Ansprechen trat eine Reduktion der CD4+-T-Zell-zahl auf, die in den meisten Fällen dem klinischen Ansprechen vorausging, wohingegen es erst mit der klinischen Besserung zu einem Ansprechen der CD26-negativen T-Zellen kam. Die berechneten positiven prädiktiven Werte für ein Ansprechen oder eine Progression der Erkrankung waren sowohl für die CD4-Zellzahl als auch für die CD26-Expression niedrig.

Schlussfolgerung:

CD26 ist kein verlässlicher Marker für ein Ansprechen oder eine Progression der Erkrankung. Da das kutane Ansprechen stets mit einem Ansprechen der Laborparameter assoziiert war, jedoch nicht umgekehrt, folgern wir, dass dem klinischen Status bei therapeutischen Entscheidungen die wesentliche Bedeutung zukommt.

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