Systemtherapie des metastasierten malignen Melanoms

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Abstract

Zusammenfassung

Für Patienten mit metastasiertem Melanom stehen aktuell mehrere wirksame Therapieoptionen zur Verfügung. Die BRAF-Inhibitoren Vemurafenib und Dabrafenib zeichnen sich durch eine rasche Tumorkontrolle und hohe Ansprechraten aus. In Kombination mit den MEK-Inhibitoren Trametinib bzw. Cobimetinib erreichen sie Ansprechraten (CR + PR, komplette plus partielle Remissionen) von 70 %, wobei die Entwicklung einer Therapieresistenz verzögert wird, sowie ein medianes Gesamtüberleben von > 2 Jahren bei tolerablen Nebenwirkungen.

Zusammenfassung

Der CTLA-4-Antikörper Ipilimumab erzielte für Patienten mit metastasiertem Melanom als erste Substanz eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens (Langzeitüberlebensrate: 20–26 %). Verzögertes Therapieansprechen und schwere immunvermittelte Nebenwirkungen können den therapeutischen Benefit einschränken. Die Monotherapie mit den PD-1-Antikörpern Nivolumab oder Pembrolizumab erreicht Ansprechraten (CR + PR) bis zu 45 % und 1-Jahres-Überlebensraten von > 70 % bei meist guter Verträglichkeit. Die Kombination Ipilimumab plus Nivolumab zeigte Ansprechraten bis zu 58 % und ein medianes progressionsfreies Überleben von > 11 Monaten. Von dieser Kombination wird ein zeitnahes und lang anhaltendes Ansprechen erwartet. Dieser potenzielle Benefit wird durch eine hohe Toxizität erkauft.

Zusammenfassung

Aktuell werden in klinischen Studien Strategien für Therapiesequenz und -kombinationen geprüft. Insgesamt hat sich die Prognose für Patienten mit metastasiertem Melanom signifikant verbessert. In Anbetracht eines möglichen Langzeitüberlebens müssen neben akuten Nebenwirkungen auch die Langzeit-Nebenwirkungen einer Behandlung berücksichtigt werden.

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