Nebenwirkungsmanagement bei Immun-Checkpoint-Blockade durch CTLA-4- und PD1-Antikörper beim metastasierten Melanom

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Abstract

Zusammenfassung

CTLA-4 und PD-1 sind mögliche Angriffspunkte für eine Tumor-bedingte Herunterregulation lymphozytärer Immunantworten. Immuncheckpoint-modulierende monoklonale Antikörper wirken gegenteilig und induzieren eine Immunantwort gegen diverse Tumoren. CTLA-4- und PD1-Antikörper modulieren die Interaktion von Tumor, Antigen-präsentierenden Zellen und T-Lymphozyten. Die Therapie mit dem CTLA-4-Antikörper Ipilimumab und den PD1-Antikörpern Nivolumab und Pembrolizumab konnte in klinischen Studien einen Vorteil für das Gesamtüberleben der Patienten zeigen, so dass nach einer Zulassung für Ipilimumab im Jahr 2011 dann im Sommer 2015 die Zulassung der beiden PD1-Antikörper erfolgte.

Zusammenfassung

Eine derartig induzierte und verstärkte Immunantwort bringt unweigerlich in analoger Wirkung Autoimmunphänomene mit sich. Die Kenntnis dieses Nebenwirkungsspektrums ist für Prophylaxe und Management durch den behandelnden Arzt unerlässlich. Als schwere Nebenwirkung ist mit einer Kolitis zu rechnen, welche sich schon früh in ausgeprägten und anhaltenden Diarrhöen bemerkbar macht. Daneben sind auch andere immunvermittelte Erkrankungen wie die Dermatitis, die Hypophysitis, die Thyreoiditis, die Hepatitis, Iridozyklitis und weitere, eher seltenere Autoimmunphänomene beschrieben worden. Durch eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapieeinleitung können Risiken und Folgeschäden für Patienten reduziert werden.

Zusammenfassung

Diese Übersichtsarbeit beschreibt die Wirkung einer Immun-Checkpoint-Blockade beim metastasierten Melanom und stellt detailliert das Nebenwirkungsspektrum und -management dieser Therapeutika dar.

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