Präklinische und klinische Validierung der kutanen Bioverfügbarkeit der hydrophilen Phase einer W/O-Emulsion

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Abstract

Hintergrund:

Die Interaktionen zwischen dem Stratum corneum und den einzelnen Phasen eines Emulsionssystems sind von vielen Faktoren abhängig, insbesondere aber von der äußeren, kontinuierlichen Phase des Systems. Für W/O-Emulsionen gibt es, anders als zum Schicksal der lipophilen Phase, nur wenige Daten, die das Eindringen der wässrigen Phase in das Stratum corneum direkt untersucht haben.

Patienten und Methodik:

Vor diesem Hintergrund wurden zwei vergleichbare W/O-Emulsionen präklinisch und klinisch an gesunder und artifiziell geschädigter Haut hinsichtlich der Interaktion der hydrophilen Phase validiert. Mittels Fluoreszenzuntersuchungen wurde die Verteilung der hydrophilen Phase nach epikutaner -Applikation an ex vivo Humanhaut bildanalytisch quantifiziert und entsprechend der anatomischen Schichten die Verteilung analysiert. Zudem wurden in einer randomisierten, kontrollierten und Prüfer-verblindeten Studie die Wirkeffekte der Zubereitungen auf die Barrierefunktion im zeitlichen Verlauf ermittelt.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine Substitution von Wasser durch eine W/O-Emulsion nur bedingt durch einen Zusatz hygroskopischer Substanzen (z. B. Urea) erreicht werden kann. Die Effekte lassen sich vor allem durch okklusive Wirkungen der lipophilen Phase erklären.

Schlussfolgerungen:

Die Anwendung von W/O-Emulsionen ist deshalb insbesondere bei chronischen Barriereschäden zu empfehlen, da bei akut reduziertem Stratum -corneum keine nachhaltigen Effekte zu erwarten sind.

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