Die chirurgische Therapie des pulmonalen AspergillomsSurgical treatment of pulmonary aspergilloma


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Abstract

ZusammenfassungDie invasive pulmonale Aspergillose ist eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung, die durch die Besiedlung der Lunge oder Pleurahöhle überwiegend mit dem Fadenpilz Aspergillus fumigatus hervorgerufen wird. Insbesondere findet sich diese opportunistische Mykose bei immunsupprimierten Patienten, bei Tuberkulose-, AIDS- oder Tumor-Patienten. In vielen Fällen kommt es zu Hämoptoe oder sogar zu lebensgefährlichen Massenblutungen. Der Stellenwert der Chirurgie bezüglich des Aspergilloms wird herausgestellt, insbesondere übe Zeitpunkt und Indikation von operativen Maßnahmen sollte interdisziplinär entschieden werden. In jedem Falle sollte eine Resektion den anatomischen Grenzen folgen um ein Rezidiv sicher zu verhindern. Das Ligamentum pulmonale muss immer gelöst werden, um das Aufsteigen der Restlunge in den Apex zu ermöglichen und somit keine intrathorakalen Hohlräume zu hinterlassen. Sollten trotzdem Hohlräume zurückbleiben, stehen Verfahren wie die Thorakoplastik oder die Muskelplombe mit z. B. Latissimus dorsi oder Pectoralismuskel zur Verfügung. Werden die genannten Maßnahmen konsequent durchgeführt, lassen sich auch bei schwerkranken Patienten befiedigende Ergebnisse hinsichtlich Mortalität, Morbidität und Rezidivhäufigkeit erzielen.SummaryInvasive pulmonary aspergillosis is a life-threatening disease, developing from infection mostly by Aspergillus fumigatus. It is an opportunistic infection and occurs mostly in immunosuppressed patients, after tuberculosis, in patients with AIDS or malignomas. The most common symptom and complication is hemoptysis up to massive bleeding. Surgical treatment is obligatory on patients with a pulmonary aspergilloma. Time and form of intervention should be discussed between surgeon and pulmonologist. Resection should follow anatomical borders like lobectomy or pneumectomy. Any remaining intrathoracic cavities should be filled either with remaining lung tissue or with muscle flaps of latissimus or pectoralis muscle or omentum majus. Following these rules, intervention can be performed with reasonable mortality and morbidity rate.

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